Anlässlich ihres 10-jährigen Bestehens präsentierte die Deutsche Digitale Bibliothek am 8. Mai 2023 im Rahmen eines Festakts in der James-Simon-Galerie in Berlin die Ergebnisse des Projekts User-oriented Restructuring der Deutschen Digitalen Bibliothek. Harry Verwayen, Generaldirektor der Europeana Foundation, hielt zu diesem besonderen Anlass eine Grundsatzrede.
Weitere Mitwirkende waren unter anderem die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Claudia Roth und unmittelbar bevorstehende Persönlichkeiten wichtiger deutscher Kulturinstitutionen wie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das Deutsche Filminstitut &, das Filmmuseum und das Landesarchiv Baden-Württemberg, um nur einige zu nennen. Hier ist ein Blick auf das, was passiert ist.
Rückblick auf ein Jahrzehnt der Partnerschaft
Deutschland ist seit seiner Gründung vor 15 Jahren ein wichtiger Unterstützer der Europeana-Initiative. Im Jahr 2005 forderte Deutschland zusammen mit fünf anderen EU-Mitgliedstaaten die Europäische Kommission auf, ein öffentlich finanziertes Gegenstück zum damals neuen Projekt Google Library zu schaffen, aus dem die Europeana-Initiative hervorging. Deutschland hat unsere Arbeit seitdem kontinuierlich unterstützt, wobei es sowohl quantitativ als auch qualitativ zu den Top-Beitragenden der Infrastruktur von Europeana gehört und über 6 Millionen Objekte von mehr als 200 Institutionen auf der Europeana-Website verfügbar sind. Wir sind dankbar für den Beitrag und das Engagement der mehr als 250 Mitglieder der Europeana Network Association mit Sitz in Deutschland.
Als unser Hauptpartner in Deutschland und seit 2012 als Europeana akkreditierter nationaler Aggregator hat die Deutsche Digitale Bibliothek dabei eine führende Rolle gespielt. Vor 10 Jahren begleitete die Europeana Initiative die Deutsche Digitale Bibliothek beim Start der ersten öffentlichen Beta-Version ihres Portals. Damit wurde der Weg geebnet, um alle kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen Deutschlands und ihre digitalisierten Bestände einander anzunähern und in Europeana zu integrieren.
In seiner Grundsatzrede hob unser Generaldirektor Harry Verwayen hervor: „Die Öffnung ihrer lokalen, regionalen und nationalen Sammlungen für Europa ermöglichte es den deutschen Kultureinrichtungen, einen bedeutenden und konkreten Beitrag zum europäischen Projekt zu leisten: Eins mit unserer gemeinsamen Kultur im Herzen. Ein Jahrzehnt später sind wir stolz darauf, den Neustart des Portals Deutsche Digitale Bibliothek zu feiern, das sich noch stärker auf die Menschen konzentriert, mehr Partizipation fördert und mit den Grundsätzen des offenen Zugangs im Mittelpunkt steht.“
Herzlichen Glückwunsch zum 10. Geburtstag @ddbkultur! Als wir DDB #relaunched in Berlin feierten, blicken wir auf 10 Jahre Partnerschaft mit Europeana zurück. Was ist in den nächsten 10? Neue Herausforderungen, gemeinsame Ziele & noch engere Zusammenarbeit mit unseren deutschen Freunden über den Datenraum für #CulturalHeritage! pic.twitter.com/uV9Ie5cJVx
— Harry Verwayen (@Hverwayen) 9. Mai 2023
Was ist für die kommenden Jahre geplant?
Der Neustart der Deutschen Digitalen Bibliothek fällt mit einer großen Weiterentwicklung unserer eigenen zusammen, da die Europeana-Initiative 2023 als Verwalter des gemeinsamen europäischen Datenraums für das Kulturerbe begann. In diesem neuen Kontext und da unsere Branche vor transformativen Herausforderungen steht - vom Klimanotstand bis zur Einführung neuer Technologien wie KI - gewinnt die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung eine neue Bedeutung.
Der Erfolg des gemeinsamen europäischen Datenraums für das Kulturerbe wird weitgehend vom anhaltenden Beitrag der Mitgliedstaaten der Europäischen Union abhängen. In ihrer Empfehlung für einen gemeinsamen europäischen Datenraum für das Kulturerbe aus dem Jahr 2021 fordert die Europäische Kommission die Mitgliedstaaten auf, ihre Digitalisierungsbemühungen zu verstärken und mehr Inhalte im Datenraum zur Verfügung zu stellen, um seine Vorteile voll auszuschöpfen. Dazu gehört auch der Ausbau der 3D-Digitalisierung aller gefährdeten Denkmäler und Stätten sowie der physisch am meisten besuchten bis 2030.
Aufbauend auf unserer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Staatsministerium für Kultur und Medien und der Deutschen Digitalen Bibliothek als unserem wichtigsten Partner in Deutschland freut sich die Europeana Initiative darauf, den deutschen Sektor des digitalen Erbes weiterhin in die Lage zu versetzen, diesen Ambitionen gerecht zu werden.
Erfahren Sie mehr
Lesen Sie mehr und sehen Sie sich die Aufzeichnung der Veranstaltung auf der Website der Deutschen Digitalen Bibliothek an und erfahren Sie mehr über die Europeana Initiative in Deutschland in unserem speziellen Länderbericht.
Sie können diesen Beitrag auch auf der Website der Deutschen Digitalen Bibliothek lesen.
Bild von links nach rechts führen: Dr. Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek; Dr. Jan-Ole Püschel, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien; Elke Harjes-Ecker, Thüringer Staatskanzlei; Prof. Dr. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußisches Kulturerbe; Katharina Günther-Wünsch, Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie und Präsidentin der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland; Gero Dimter, Vizepräsident der Stiftung Preußisches Kulturerbe; Harry Verwayen, Generaldirektor Europeana Foundation, Prof. Dr. Gerald Maier, Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg; Dr. Julia Spohr, Deutsche Digitale Bibliothek; Katrin Stump, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden Generalversammlung; Lisa Marei Schmidt, Brücke Museum; David Kleingers, DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum; Claudia Roth MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien; Dr. Dorothea Sommer, stellvertretende Generaldirektorin der Bayerischen Staatsbibliothek; Dr. Clemens Rehm, Stellvertretender Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg; Sabine Brünger-Weilandt, Direktorin und Geschäftsführerin FIZ Karlsruhe - Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur; Frank Scholze, Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek.
