Im Rahmen des Projekts Enrich Europeana veranstaltete die Österreichische Nationalbibliothek in Zusammenarbeit mit Europeana und Facts & Files das erste Mini-Transcribathon im Palais Mollard-Clary. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Bewertung des Erbes des Jahres des Kulturerbes und die Förderung eines weiteren Engagements für das kulturelle Erbe Europas.
Typischerweise dauert ein Transcribathon mehrere Tage, aber am 6. Dezember 2018 haben wir eine neue Art von Transkriptionswettbewerb eingeführt: „Mini-Transcribathons“, bei denen jedes Rennen nur 45 Minuten dauert. Die Gewinner waren diejenigen, die die meisten Charaktere innerhalb der Frist transkribiert haben.
Bevor der Wettbewerb begann, wurden die Teilnehmer in Gruppen von vier bis sechs Personen aufgeteilt und saßen an einem Tisch mit einem Laptop und einem Bildschirm. Den Auftakt der Mini-Transcribathons bildete eine zehnminütige Einführung, in der das Projekt Enrich Europeana und das Transcribathon-Konzept vorgestellt wurden.

Nach der Einführung begann der Wettbewerb sofort und die Gruppen hatten 30 Minuten Zeit, so viele Dokumente wie möglich zu transkribieren. Die Teilnehmer hatten die einmalige Gelegenheit, mit Originalbriefen und Tagebüchern aus der Zeit des Ersten Weltkriegs zu arbeiten. 90 Teilnehmer aus ganz Europa liefen gegen die Uhr und transkribierten eigens ausgewählte Dokumente in englischer, deutscher, französischer und italienischer Sprache. Während die Teams die Wörter entschlüsselten, wurde der Fortschritt jedes Teams in eine interaktive Präsentation (Mentimeter) gelegt und auf eine große Leinwand projiziert, damit das Publikum das Ergebnis sehen konnte.

Nach der 30-minütigen Transkriptionszeit endete die Challenge mit einer kleinen Preisverleihung, bei der die Gesamtsieger der Challenge bekannt gegeben wurden. Von den drei Mini-Transcribathons wurde ein Team begeisterter Schüler zum ultimativen Gewinner und transkribierte innerhalb einer so kurzen Zeitspanne eine beeindruckende Anzahl von 3.365 Zeichen.


Am Ende aller drei Mini-Transcribathons waren fast 25.000 Zeichen aus etwa 50 Dokumenten transkribiert worden. Jung und Alt arbeiteten Seite an Seite daran, wichtige Dokumente aus dem Ersten Weltkrieg zu bewahren, so dass sie für die kommenden Jahre lesbar, durchsuchbar und zugänglich waren. Mit jedem transkribierten Wort deckten sie nicht nur längst vergessene Geheimnisse des Krieges auf, sondern halfen auch, diese Informationen zu entschlüsseln und für zukünftige Forschungs- und Bildungsaktivitäten zur Verfügung zu stellen. Die vollständigen Ergebnisse der Veranstaltung finden Sie unter www.transcribathon.eu/vienna.
Kofinanziert durch die Fazilität „Connecting Europe“ der Europäischen Union.
