Im Anschluss an unser Interview über die digitale Transformation mit Professor Pier Luigi Sacco - ebenfalls Teil des #InnovationSummit-Panels - hören wir, wie Harry der Meinung ist, dass wir auf die wichtigsten Hindernisse für technologiebedingte Innovationen im Bereich des Kulturerbes reagieren sollten.
Lasst uns über Kultur anders nachdenken
Harry ging auf eine der identifizierten Barrieren ein - die Wichtigkeit, die Wertschöpfungsketten der kulturellen Produktion zu überdenken. Sein Ansatz ist, dass wir uns zu lange Semantik und Strukturen aus der Geschäftswelt ausgeliehen haben, einschließlich des Konzepts eines Geschäftsmodells. Dies ist ein einschränkender Rahmen, da dieser Kreditaufnahme die Idee innewohnt, dass die Renditen im Geschäft die Investitionen direkt überwiegen sollten. Und das ist nicht immer der Fall bei Kultur, die anhand ihrer langfristigen Multiplikatoreffekte auf die Gesellschaft bewertet werden sollte. Er stellt die Frage: „Sicherlich kann der Wert von Kultur nicht auf ein einfaches Geschäft reduziert werden?“
Also, was dann? Harry plädiert für den Übergang zu einem „Wirkungsmodell“ und nicht zu einem „Geschäftsmodell“ als konstruktiveren Rahmen.
Er sagt: „Das kulturelle Erbe trägt erheblich zum Tourismus, zur Bildung und im weiteren Sinne zur Identität, zum sozialen Zusammenhalt und zu einer Vielzahl von Verhaltensänderungen bei, die von unserer Gesellschaft sehr geschätzt werden.“ Diese Denkweise wird zunehmend in politischen Kreisen übernommen, so Harry beispielsweise in der neuen Kulturagenda.
Europa muss seine Investitionen in Kultur und Innovation weiter vertiefen, damit wir den sogenannten digitalen Wandel zu unseren eigenen Bedingungen unterstützen können.
Mehr über Harrys Zukunftsvision für die Kultur erfahren Sie in seinem Interview auf dem THE ARTS+ Festivalblog: WENN WIR ZUSAMMEN STANDARDS BAUEN, KÖNNEN WIR DATEN ERSCHAFFEN, DIE AUF DER WEBSITE BLUMEN, WIE DIE PLATTFORM ODER DAS SYSTEM.
