Das Aufkommen der 3D-Technologie eröffnet dem Kulturerbesektor neue Möglichkeiten und bietet innovative Möglichkeiten, den Zugang zum Kulturerbe für Bildung, Tourismus, Forschung und Genuss zu ermöglichen. Insbesondere die Erstellung von 3D-Modellen von Denkmälern, Gebäuden und Objekten ist für Forschung, Konservierung und Management weit verbreitet. 3D hilft der Branche, einige Herausforderungen anzugehen, wirft aber auch neue auf - wie kann man 3D am besten nutzen, wenn man Zugang zu neuen Technologien und der Geschwindigkeit des technologischen Wandels erhält?
Eine Task Force der Europeana Network Association für 3D-Inhalte hat diese Fragen untersucht. In diesem Beitrag teilt die Leiterin der Task Force, Kate Fernie, die Ergebnisse des einjährigen Projekts und den jüngsten Bericht der Task Force. Dieser Beitrag erwartet eine Serie, in der ab März 3D im Bereich des Kulturerbes in den Europeana Pro-Nachrichten untersucht wird, und eine Fokusausgabe von Europeana Tech Insight im Frühjahr.
3D-Inhalte und Europeana
Online verfügbare, leicht zugängliche 3D-Inhalte des Kulturerbes sind immer noch weniger verbreitet als andere Medienformate. Relativ wenig 3D-Inhalte sind derzeit über Europeana zugänglich. Das Ziel der 3D-Taskforce war es, dies zu ändern. Wir begannen damit, die Szene zu überblicken. Unser erster Schritt bestand darin, eine Überprüfung der Mittel durchzuführen, die derzeit für den Zugriff auf und die gemeinsame Nutzung von 3D-Inhalten online zur Verfügung stehen. Als nächstes haben wir den aktuellen Stand sowohl bei den Europeana-Datenpartnern als auch allgemein im Bereich des Kulturerbes überprüft.
Wir haben festgestellt, dass es ein großes Interesse an 3D gibt, aber erhebliche Unterschiede in Wissen und Erfahrung. Eine der Herausforderungen besteht darin, dass 3D für eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen (von Gebäuden und Museumsobjekten bis hin zu Kunstwerken und Spieleanwendungen) für unterschiedliche Zielgruppen geeignet ist und eine Mischung aus technischen und Publikumsfaktoren berücksichtigt werden muss. Die Umfrage unter Europeana-Datenpartnern zeigt, dass in diesem Bereich ein eindeutiger Schulungsbedarf besteht.
Anpassung an eine sich verändernde Landschaft
Die 3D-Landschaft entwickelt sich ständig weiter. Derzeit werden mehr als 50 verschiedene Dateiformate für Inhalte des Kulturerbes verwendet. Unter diesen sind einige nicht mehr aktuell oder werden von ihren Entwicklern nicht vollständig unterstützt. Die kleine Gruppe internationaler Standard- und De-facto-Industriestandardformate ist für Europeana und Einrichtungen des Kulturerbes am relevantesten. Diese Formate eignen sich besser für die Archivierung und sind auch online leichter zugänglich.
Formate sind nicht das Ende der Geschichte, wenn es darum geht, 3D-Inhalte online zugänglich zu machen. Technische Überlegungen zur Hardware, Rechenleistung und Software, die verschiedenen Zielgruppen zur Verfügung stehen, sind wichtig, wenn es darum geht, den Zugriff auf 3D-Inhalte zu ermöglichen. Der direkte Zugriff auf eine herunterladbare Datei ist möglicherweise nicht die beste Lösung. Die Visualisierung der Inhalte in einem Viewer oder über einen Online-Dienst kann den Endnutzern ein befriedigenderes Erlebnis bieten.
Derzeit gibt es eine kleine Anzahl von Dienstleistern, die Hosting- und Visualisierungsdienste für 3D anbieten. Sketchfab hat eine relativ große Community von Benutzern und bietet Zugriff auf Inhalte über einen einbettbaren Viewer, der in Europeana Collections unterstützt wird. Die Identifizierung ähnlicher Hosting-Lösungen und die Anzeige von Software, die von großen Nutzungsgemeinschaften genutzt werden, und die Suche nach Möglichkeiten, diese in Europeana Collections zu integrieren, ist ein logischer nächster Schritt.
Zusammenarbeit
Die 3D-Taskforce baute ein Netzwerk von Kontakten zwischen 3D-Spezialisten, Projekten und Initiativen auf, die in diesem Bereich tätig sind. Unsere Task Force hat in unserem Bericht eine Reihe von Empfehlungen für Europeana ausgesprochen. Eine der wichtigsten ist eine Empfehlung an diese Gemeinschaft, weiterhin gemeinsam daran zu arbeiten, die Standardisierung, Beschreibung, Zugänglichkeit und Interoperabilität von 3D-Inhalten zu verbessern.
Endlich
Dies ist eine kurze Zusammenfassung der Arbeit der 3D-Taskforce und meiner Eindrücke von den Bereichen, in denen sich Änderungen ergeben. Im Laufe des Jahres 2020 hoffe ich, dass wir neue 3D-Inhalte für die Nutzer von Europeana und neue Initiativen zum Austausch und Austausch von Wissen über diese aufregende Technologie sehen werden.
