Über persistente Identifikatoren
Persistent Identifiers (PIDs) bieten Online-Ressourcen ein einzigartiges, unveränderliches „Label“, das universell erkennbar und über verschiedene Systeme hinweg und im Laufe der Zeit auflösbar ist. Ohne persistente Identifizierung kann eine Ressource in einem System anders identifiziert werden und folglich in einem anderen System völlig unkenntlich sein.
Wir können uns einen PID als Standard-Brückenentwurf vorstellen, den jede öffentliche Verwaltung verstehen und bauen kann. So wie Ingenieure auf der ganzen Welt die gleichen strukturellen Kernprinzipien verwenden, um sicherzustellen, dass Brücken zwei durch einen Fluss getrennte Punkte sicher verbinden und dem Lauf der Zeit standhalten, bieten PIDs eine standardisierte und stabile Möglichkeit, Ressourcen zu referenzieren. Wie eine gut gebaute Brücke, die unabhängig von Änderungen des Flussflusses zuverlässig zwei Punkte verbindet, führt eine PID die Benutzer zu einer Ressource, die sie identifiziert, selbst wenn sich die Systeme, Plattformen oder Orte, an denen die Ressource gespeichert ist, im Laufe der Zeit ändern.
Stellen Sie sich beispielsweise ein Gemälde in der Sammlung eines Museums vor. Ohne eine PID könnte das Gemälde plattformübergreifend mit unterschiedlichen Namen oder Identifikatoren bezeichnet werden, was zu Verwirrung, potenzieller Fehlzuordnung und defekten Links führt. Ein PID stellt sicher, dass, egal wie das Gemälde katalogisiert oder digitalisiert wird, es immer eindeutig und konsistent identifiziert werden kann. Da PIDs auflösbar sind, stellen sie einen direkten und zuverlässigen Link zu Informationen über das Gemälde dar und stellen sicher, dass Benutzer seine Metadaten oder zugehörigen Bilder leicht finden und darauf zugreifen können. Durch die Einführung eines PID für das Gemälde erleichtert das Museum nicht nur die globale Zusammenarbeit, indem es anderen Organisationen ermöglicht, sich mit demselben Gemälde unter Verwendung desselben Identifikators zu verbinden, sondern gewährleistet auch die referenzielle Integrität und erleichtert so die systemübergreifende Dateninteroperabilität.
Die Notwendigkeit einer Politik
Obwohl einige Organisationen bereits PIDs verwenden, sind diese in der Branche immer noch eine Minderheit. Um das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer soliden Identifizierung zu schärfen und die Einführung von PIDs durch Einrichtungen des Kulturerbes zu fördern, haben die Europeana-Initiative und ihre Partner die Strategie für persistente Identifikatoren im Datenraum geschaffen. Diese Strategie konsolidiert die wichtigsten Anforderungen und bewährten Verfahren für die Annahme und Verwaltung von PIDs, schafft Klarheit für unsere Datenpartner darüber, was als wirklich persistenter Identifikator gilt, und gewährleistet die Kohärenz im gesamten gemeinsamen europäischen Datenraum für das Kulturerbe.
Die Politik ermutigt Organisationen, die am Datenraum teilnehmen, 20 Prinzipien in ihre Identifizierungsprozesse zu integrieren. Dieser Ansatz ermöglicht es den Nutzern, Materialien des kulturellen Erbes zuverlässig zu lokalisieren und sich mit ihnen zu beschäftigen, die Forschung voranzutreiben, zusammenzuarbeiten und einen langfristigen Zugang zu gewährleisten. Je mehr Organisationen PIDs verwenden und je zuverlässiger diese PIDs im Laufe der Zeit gültig und zugänglich bleiben, desto besser kann der Datenraum seinen Nutzern dienen, indem er vertrauenswürdigere und zuverlässigere Dienste schafft, von denen alle Beteiligten profitieren.
Darüber hinaus legt die Richtlinie klare Erwartungen an Datenpartner bei der Dokumentation ihrer Identifizierungspraktiken fest. Durch Transparenz fördern Organisationen das Vertrauen von Nutzern und Partnern und steigern den Wert und die Wirkung des Datenraums für alle.
Was kommt als nächstes?
Während die Richtlinie ein gemeinsames Verständnis dafür schafft, was erforderlich ist, um Identifikatoren wirklich persistent zu machen, ist sie nur der erste Schritt zur Unterstützung von Organisationen, um bewährte Verfahren für die Ausgabe und Verwaltung von Identifikatoren einzuführen. Die nächste Phase umfasst die Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Einrichtungen des Kulturerbes, um ihre derzeitigen Praktiken zu bewerten und festzustellen, wie gut sie mit den Grundsätzen der Politik in Einklang stehen. Durch diesen Prozess werden wir Hindernisse identifizieren und Lösungen ausloten, um ihre Herausforderungen bei der Einführung von PIDs anzugehen. Unser Ziel ist es, ausgewählte Organisationen bei der Implementierung robusterer Identifikationspraktiken zu unterstützen, insbesondere wenn es aktuellen Identifikatoren an Stabilität oder Konsistenz mangelt.
Die aus dieser Bewertung gewonnenen Erkenntnisse sowie das Feedback aus früheren Umfragen und Diskussionen mit Datenpartnern werden zur Erstellung von Empfehlungen, Unterstützungsdokumenten und Leitlinien führen, die darauf zugeschnitten sind, Organisationen bei der effektiven Umsetzung der Politik zu unterstützen. Darüber hinaus werden wir gemeinsame Herausforderungen ermitteln und künftige Maßnahmen skizzieren, um sicherzustellen, dass der Sektor seine Ressourcen dauerhaft identifiziert und aufrechterhält.
Beteiligen Sie sich an der Anstrengung
Wir empfehlen Ihnen, die Politik zu erkunden und zu überlegen, welche Grundsätze Ihre Organisation bereits anwendet und welche integriert werden könnten, um die derzeitigen Identifizierungspraktiken zu stärken, um eine größere Beharrlichkeit zu erreichen. Indem Sie Ressourcen für robustere und zuverlässigere Identifizierungsmethoden bereitstellen, tragen Sie zu einem vernetzteren, zugänglicheren und nachhaltigeren Datenraum bei und unterstützen die langfristige Nutzbarkeit der Ressourcen des Kulturerbes für alle.
