Im Rahmen des Programms „Built with Bits“ von Europeana wurden Studierende und Lehrkräfte eingeladen, kollaborative Lernerfahrungen und digitale Technologien mit den Werten Zugänglichkeit, Inklusivität und Nachhaltigkeit im Herzen der Bewegung des Neuen Europäischen Bauhauses zu kombinieren.
Die zweite Iteration des Programms fand Ende 2022 und Anfang 2023 statt. Die Gewinnerin des Projekts „Beyond Borders“ war Dr. Emma Duester, Dozentin an der RMIT University Vietnam School of Communication & Design, in Zusammenarbeit mit Herrn Ondris Pui Dozent an der RMIT University Vietnam School of Communication & Design und Frau Michal Teague Dozentin an der RMIT University Vietnam School of Communication & Design. Erfahren Sie mehr über Ihr Projekt unten!
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Erfolg in Built with Bits! Können Sie uns etwas über Ihre Institution erzählen?
Die RMIT University Vietnam ist eine australische Universität in Vietnam. Wir arbeiten in der Schule für Kommunikation und Design. Für dieses Projekt, das ein nationales Museum in der Hauptstadt Hanoi ist, haben wir mit dem vietnamesischen Frauenmuseum zusammengearbeitet. Ihre Mission ist es, das Bewusstsein für die Geschichte der Frauen und das zeitgenössische Leben zu schärfen.
Warum haben Sie sich für die Teilnahme an Built with Bits beworben?
Ich habe den Vorschlag eingereicht, weil ich international das Bewusstsein für den Mangel an Online-Ressourcen rund um die vietnamesische Kultur schärfen wollte, was unser Forschungsprojekt erreichen soll. Ich dachte, dass die Built with Bits-Initiative ein geeignetes Ergebnis für unser Projekt wäre, da wir eine zugängliche virtuelle Ausstellung eines Teils der vietnamesischen Kultur produzieren könnten.
Erzählen Sie uns von Ihrem Gewinnbeitrag!
In Vietnam sind die Areka-Nuss und das Betel-Blatt so wichtige Symbole der Liebe und Ehe, dass auf Vietnamesisch der Ausdruck „Matratzen von Betel und Areca“ (chuyện trầu cau) gleichbedeutend mit Ehe ist. Areca Nusskauen beginnt das Gespräch zwischen den Eltern des Bräutigams und den Eltern der Braut über die Ehe des jungen Paares.
Für das Projekt haben wir einen Prozess der Digitalisierung einer Betelnusssammlung durchlaufen. Wir begannen mit dem Fotografieren der Artefakte und verwendeten dann freie Software, um die Fotos zusammenzufügen. Wir haben diese dann auf Sketchfab, eine kostenlose Hosting-Plattform, hochgeladen. Wir haben sie dann für die Mozilla-Hubs-Plattform konvertiert. Wir haben sie auch in einer kulturell relevanten Umgebung angeordnet, einschließlich Silhouetten für Maßstab, Karten und Informationen rund um die 3D-Modelle. Die virtuelle Ausstellung umfasst 10 3D-Modelle. Sie können herumlaufen und mit den Modellen spielen. Entdecken Sie das Projekt (ab 2024 über Frame verfügbar).
Warum wollten Sie als Universität für dieses Projekt mit einer Einrichtung für das Kulturerbe - dem vietnamesischen Frauenmuseum - zusammenarbeiten?
Ich denke, es ist wichtig, das Bewusstsein für die Geschichte der Frauen und das zeitgenössische Leben zu schärfen. Es gibt nicht viele speziell frauenmuseen, was es zu einem seltenen, aber wichtigen fall macht.
Welchen Wert haben Ihrer Meinung nach die Nutzung des digitalen Kulturerbes und immersiver Technologien in der Bildung?
Es ist wichtig und wertvoll für vietnamesische Studenten, ihre eigene Kultur im Unterricht zu sehen, anstatt nur Ressourcen aus dem Ausland zu verwenden. Es ermöglicht den Schülern, das kulturelle Erbe im Unterricht auf relevante Weise zu sehen und zu nutzen, indem sie neue digitale Technologien nutzen.
Welche Schritte können Ihrer Meinung nach Einrichtungen des Kulturerbes unternehmen, um die Geschichte der Frau in ihren eigenen Sammlungen anzuerkennen, aufzuzeigen und hervorzuheben?
Sie könnten bestimmte Stücke hervorheben, die auf dieses Thema reagieren. Ich habe kürzlich eine Ausstellung über „Frauen durch die Geschichte“ besucht, in der Gemälde von Künstlerinnen durch die Geschichte zusammengebracht und ihre Beiträge hervorgehoben wurden.
