Die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Datenraums für das kulturelle Erbe, in dem Daten für die Weiterverwendung leicht gemeinsam genutzt werden können, erfordert, dass Organisationen, die Dateninfrastrukturen schaffen, sich so weit wie möglich auf eindeutige und dauerhafte Identifikatoren verlassen.
Als Verwalter des Datenraums investiert die Europeana Foundation zusammen mit den 18 Mitgliedern des Konsortiums Ressourcen in die Überprüfung der Einführung und Implementierung persistenter Identifikatoren im Bereich des Kulturerbes. Lesen Sie weiter, um herauszufinden, was persistente Identifikatoren sind, wie wir dies tun und wie Sie sich engagieren können.
Was ist eine persistente Kennung?
Ein Persistent Identifier (PID) ist ein weltweit einzigartiger und langlebiger Verweis auf potenziell jede Art von digitaler oder nicht-digitaler Entität und liefert die Informationen, die erforderlich sind, um sie zuverlässig zu identifizieren, zu verifizieren, zu lokalisieren und darauf zuzugreifen. Sie stellen sicher, dass die digitale Einheit „in Stein gemeißelt“ ist und immer über diese Kennung auffindbar ist.
Beispiele für PIDs sind unter anderem Archival Resource Key (ARK), Digital Object Identifier (DOI), National Bibliography Numbers (NBN), Persistent Identifiers for eResearch (ePIC).
Um zu sehen, wie sie in der Praxis funktionieren, nehmen Sie zum Beispiel die Mona Lisa (La Joconde). Das Gemälde wird durch einen persistenten ARK-Identifikator „ark:/53355/cl010066723“ gekennzeichnet. Wird dieser persistente Identifikator in eine relevante Software eingegeben (in diesem Fall kann er über den globalen N2T-Resolver aufgelöst werden: https://n2t.net/ark:/53355/cl010066723[](https://n2t.net/ark:/53355/cl010066723)), präsentiert er die Webseite aus dem Louvre, auf der das digitalisierte Objekt neben seinen digitalen Darstellungen präsentiert wird. La Joconde wird immer über diese Kennung im Internet identifizierbar und auffindbar sein.
Warum sind persistente Identifikatoren wichtig für den Datenraum des kulturellen Erbes?
Die ständige Identifizierung bildet die Grundlage der FAIR-Prinzipien, die für Findable, Accessible, Interoperable und Reusable stehen. Die Einführung dauerhafter Identifikatoren durch Einrichtungen des Kulturerbes mit digitalen Sammlungen zeigt, dass sie sich für Interoperabilität und Datenzugang einsetzen, was wiederum Vertrauen in die Einrichtung und die von ihr erstellten Daten schafft. Die Einführung persistenter Identifikatoren wird auch die Verbreitung und Wiederverwendung von Objekten des Kulturerbes unterstützen und dazu beitragen, sie für das Publikum im gesamten Datenraum zugänglicher zu machen.
Die Nichtzuweisung dauerhafter Identifikatoren für digitalisierte Kulturerbeobjekte kann sich ebenfalls negativ auswirken. Die häufigste Manifestation des Fehlens einer persistenten Identifikatorstrategie sind defekte Links, die sich nicht nur auf alle Formen der (Wieder-)Nutzung auswirken, sondern auch den Verkehr auf die Website des Instituts und sein SEO-Ranking unter den Suchmaschinen beeinträchtigen.
Ihre Eingabe ist der Schlüssel
Wir möchten einen konsolidierten und robusteren Rahmen für die persistente Identifizierung für den Datenraum schaffen, und um dies zu tun, müssen wir Ihre Praktiken und Aktivitäten zur Erstellung und Verwaltung von persistenten Identifikatoren verstehen. Ein einfacherer Zugang zu Kulturerbedaten, Interoperabilität innerhalb und außerhalb des Datenraums, Entdeckung und Wiederverwendung von Kulturerbedaten hängen davon ab!
Wenn Sie in den technischen oder operativen Teams einer Kulturerbe-Institution arbeiten und wissen, wie Ihre Institution Identifikatoren für digitalisierte Objekte verwaltet, oder wenn Sie einen Aggregationsdienst betreiben, laden wir Sie ein, sich etwa 15 Minuten Zeit zu nehmen, um unsere Umfrage zu beantworten. Bitte teilen Sie es auch mit anderen Kollegen, die am meisten an dieser Arbeit beteiligt sind.
Die Frist für die Beantwortung der Umfragen endet am 30. Juni 2023. Vielen Dank im Voraus für Ihre Teilnahme!
