Einbeziehung junger Menschen mit kulturellem Erbe – eine Priorität für Europa
In ihren politischen Leitlinien für die Europäische Kommission 2024-2029 schreibt die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyden: „Wir werden uns auf die Dinge konzentrieren, die unsere europäische Lebensweise ausmachen: unserer Kultur und Geschichte. Ich möchte es den Menschen – insbesondere den jüngeren Generationen – erleichtern, von unserem reichen und vielfältigen kulturellen Erbe zu profitieren.“
Zu diesem Ziel trägt Europeana – in unserer Rolle als Betreiberin des gemeinsamen europäischen Datenraums für das kulturelle Erbe – mit unserer neuen und spannenden Partnerschaft mit dem Europäischen Jugendparlament bei, einer der größten Jugendplattformen Europas für politische Bildung, interkulturelle Begegnungen und den Austausch von Ideen – von jungen Menschen für junge Menschen.
Partnerschaft und Veranstaltungsprogramm
Im Rahmen der formellen Partnerschaft unterstützte die Europeana Foundation das Projekt des Europäischen Jugendparlaments „Den Haag 2025 – Junge Visionen von Frieden und Sicherheit“, das Anfang April stattfand.
In dieser Woche hielten wir Workshops für Delegierte, Organisatoren, Freiwillige und andere Teilnehmer der Sitzung des Europäischen Jugendparlaments ab, die die Entwicklung von Kompetenzen in den Bereichen Medienkompetenz, Lizenzierung digitaler Objekte und das Bildungspotenzial des digitalen Kulturerbes unterstützten.
Workshop im Skills Lab
Den Auftakt bildete ein Designlaborworkshop zu Bildern für die Wirkung. Die Teilnehmer wurden angeleitet, Bilder von Europeana.eu zu verwenden, um ihre Botschaften zu verstärken und zu veranschaulichen, beispielsweise auf Postern und in sozialen Medien. Der Workshop demonstrierte den Wert von Kulturerbedaten, betonte die Bedeutung der Medienkompetenz und zeigte, wie man Public Domain-Bilder sucht und findet.
Lehrkräfteprogramm
Im Anschluss an das Skill Lab stellte ein Workshop für Lehrkräfte das Bildungspotenzial des digitalen Kulturerbes vor, wie es in Klassenzimmer integriert werden könnte und wie man mit Europeana.eu zusammenarbeitet, um dies zu unterstützen. Er hob auch Initiativen aus ganz Europeana hervor, die sich auf Medienkompetenz und die Unterstützung junger Menschen bei konstruktiven Online-Interaktionen beziehen. Dazu gehörten das Erasmus+-Projekt „Videos wie Historiker ansehen“ und der neu eingeführte Kurs über die Europeana-Akademie; das Programm „Builded with Bits“, bei dem die Teilnehmer lernen, wie sie virtuelle Umgebungen schaffen können, die sich mit Fragen von sozialer Relevanz in ihrem lokalen Kontext befassen; und unsere Partnerschaft mit dem Anne-Frank-Haus, das einen Workshop zum Thema „Stories that MoveToolbox“ organisiert hat, der Lehrkräften Ressourcen bietet, um über Vielfalt und Diskriminierung zu unterrichten und sich dabei an den tatsächlichen Geschichten und Erfahrungen junger Menschen zu orientieren.

Erinnerungsabend
Am 9. April nahmen wir gemeinsam mit den EJP-Teilnehmern an einem Vrijheidsmaaltijd (Freiheitsessen) teil - eine Tradition, die normalerweise am 5. Mai (alias Befreiungstag) in den Niederlanden stattfindet, um die Freiheit vom Krieg zu feiern. Beim Essen, an dem mehr als 200 Delegierte teilnahmen, präsentierten wir die Sammlung Europeana 1914-1918 (und das Crowdsourcing-Projekt, das ihr zugrunde lag) mit digitalen Objekten, um eine bewegende Geschichte über Krieg, Freiheit und die Bedeutung des kulturellen Gedächtnisses zu erzählen.
Zine-Herstellungswerkstatt
Im Büro der Europeana Foundation führten wir einen Workshop durch, in dem Aktivismus und Selbstveröffentlichung mit EYP-Delegierten anhand von Daten von Europeana.eu untersucht wurden. Die Teilnehmer machten ein physisches Zine, beschäftigten sich mit Storytelling-Aktivitäten und genossen es, sich durch künstlerische Aktivitäten kreativ auszudrücken.

Sachverständiger für den Ausschuss für Kultur und Bildung
Schließlich haben wir die Arbeit des Ausschusses für Kultur und Bildung (CULT) unterstützt. Die Aufgabe des Ausschusses bestand darin, eine Entschließung zur entscheidenden Frage der Freiheit der künstlerischen Meinungsäußerung in Europa auszuarbeiten, in deren Vorschlägen der gemeinsame Konsens aller Mitglieder zum Ausdruck kommt. Wir lieferten Einblicke, teilten Fachwissen, erläuterten relevante politische Maßnahmen und befassten uns mit Fragen des Ausschusses und unterstützten einen kritischen und fundierten Ansatz für das Thema.
Bürgerbeteiligung und Engagement
Durch diese Veranstaltungen und die umfassendere Partnerschaft setzt sich Europeana dafür ein, das bürgerschaftliche Engagement junger Menschen und die demokratische Teilhabe durch das digitale Kulturerbe zu unterstützen. Wir sind fest davon überzeugt, dass das digitale Kulturerbe eine entscheidende Rolle beim Aufbau offenerer, inklusiverer, sicherer und demokratischer Gesellschaften spielen kann, indem es die praktische, kritische Beteiligung fördert. Dies ist besonders wichtig für junge Menschen, die durch eine digitale Landschaft navigieren, in der Fehlinformationen und Fake News auf dem Vormarsch sind. Angesichts dieser Herausforderungen, die demokratische Werte bedrohen, das gegenseitige Vertrauen untergraben und die Polarisierung fördern, ist es umso wichtiger, die Jugend mit den Instrumenten zu befähigen, sich kritisch und konstruktiv an der Gestaltung der Gesellschaft zu beteiligen - auch im digitalen Bereich.
Nehmen Sie Kontakt auf!
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