Indem die Galerien, Bibliotheken, Museen und Archive Europas in digitale Reichweite gebracht werden, können Forscher auf ein viel breiteres Spektrum von Quellen zugreifen. Bereits zum vierten Mal werden im Rahmen des Europeana Research Grants Programme Fördermittel für Veranstaltungen vergeben, die Fachleute und Forscher des Kulturerbes zusammenbringen. Das Thema der Stipendien 2019 ist das digitale Kulturerbe für offene Wissenschaft.
Für das dritte Europeana-Forschungsstipendienprogramm wurden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler eingeladen, Vorschläge für Projekte zum Thema des Ersten Weltkriegs einzureichen und Quellen aus der Sammlung Europeana 1914-1918 sowie digitale Werkzeuge zu nutzen. Qualitativ hochwertige Antworten kamen aus ganz Europa. Professorin Lorna Hughes, Vorsitzende des Europeana Research Advisory Board, überreichte den Empfängern der Europeana Research Grants 2018 im November 2018 ihre Auszeichnungen im Haus der europäischen Geschichte in Brüssel.
Die drei Gewinnerprojekte, die 2019 laufen, kartieren die Routen der Soldaten anhand ihrer persönlichen Tagebücher, erstellen eine dynamische Visualisierung von Postkarten aus Kriegszeiten und erforschen die Verwendung von Kriegsinhalten im professionellen Geschichtenerzählen.
Im April 2019 hat CLARIN nach einer gründlichen inhaltlichen Bewertung 135.000 Europeana-Datensätze in ihr Portal „Virtual Langauge Observatory“ (VLO) integriert. Diese Inhaltsbewertung ist eine wertvolle Referenz für bewährte Verfahren, die zeigt, wie Europeana-Quellen zu Forschungszwecken in Plattformen integriert werden können. Die Bewertung zeigt deutlich, dass die Qualität der Inhalte und Metadaten, die Europeana von Einrichtungen des Kulturerbes zur Verfügung gestellt werden, für ihre Fähigkeit, in der Forschung verwendet zu werden, von entscheidender Bedeutung ist.
Im Juni 2019 legte Europeana Research ihren ersten strategischen Plan vor, um die Wirkung digitaler kultureller Sammlungen in der Forschung zu maximieren. Es veranschaulicht die kritische Verlagerung des Fokus von Daten zu Community-getriebenen Auswirkungen. Der Plan stärkt die Verbindungen zwischen dem Kulturerbe und den Forschungssektoren/-netzen und untersucht, wie die Bedürfnisse und Gewohnheiten von Forschern besser verstanden und anschließend in Verbesserungen bei digitalen Sammlungen und Instrumenten umgesetzt werden können.
