Seit der Gründung verschiedener universitärer Bibliotheken im 14. und 15. Jahrhundert beherbergt die Universitätsbibliothek Heidelberg viele bedeutende Sammlungen. Die an Europeana.eu gelieferten Datensätze enthalten über 25.000 Aufzeichnungen, darunter Schätze wie Manuskripte, Manuskriptfragmente, Urkunden sowie frühneuzeitliche und moderne gedruckte Bücher und Zeitschriften. Die Themenbereiche und die Ausgangssprache der Objekte variieren stark, darunter unter anderem Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch. Das gesamte Material ist unter einer CC BY-SA-Lizenz verfügbar, die eine kostenlose Wiederverwendung ermöglicht.
Im Anschluss an die Umsetzung des IIIF-Rahmens in Europeana arbeitete der Hof an der Aufnahme von Material, das diesen neuen Standards entspricht. Da die Universitätsbibliothek Heidelberg IIIF-Ressourcen in ihre Metadaten implementiert hatte, erwies sie sich als guter Kandidat. Deshalb haben wir uns auf diese Institution konzentriert, in der Hoffnung, ihre Sammlungen in Europeana dank IIIF zu verbessern. Die geleistete Arbeit, die als Fallstudie veröffentlicht wurde, ging weiter, da wir es geschafft haben, die Datenqualität aufgrund des in diesem Fall verfolgten Ansatzes zu verbessern.
Es wurde ein Datenqualitätsplan erstellt, um die Metadaten der beiden von der Universitätsbibliothek an Europeana übermittelten Datensätze zu verbessern (07931 und 07932). Es wurde eine Analyse der Daten durchgeführt und daran gearbeitet, den Forschern aussagekräftigere Metadaten zur Verfügung zu stellen.
Es wurden verschiedene Verbesserungen umgesetzt, darunter:
- Standardisierung von Pflichtfeldern oder aussagekräftigen Feldern (z. B. Datum, Art und Thema)
- Ausfüllen zusätzlicher Felder (z.B. Beschreibung, räumliche Informationen)
- Standardisierung der Felder „Ersteller“ und „Mitwirkende“
- Einbindung hierarchischer Beziehungen
Dieser Datensatz ist nicht nur für digitale Humanisten von besonderem Interesse, sondern auch für Paläographen, Kodikologen, Buchhistoriker, Philologen, mittelalterliche oder frühneuzeitliche Historiker und viele andere Wissenschaftler.
Die implementierten Verbesserungen der Datenqualität dieser Datensätze bieten Forschern nun eine viel breitere Palette von Anwendungsfällen, wenn sie eine quantitative oder qualitative Erforschung der Objekte wünschen würden. Durch Zugriff auf die API, Abfrage und Ernte ausgewählter Datensätze ist es auch möglich, eine Datenanalyse oder Visualisierungen durchzuführen. Darüber hinaus ermöglichen es die freigelegten IIIF-Ressourcen, das Manifest auszuwählen und in einen konformen Viewer zu laden, um es nebeneinander zu vergleichen, zu kommentieren, zu transkribieren oder zu rekonstruieren.