Die alte Kirche von Petäjävesi
Die alte Kirche von Petäjävesi befindet sich in Petäjävesi, Mittelfinnland, etwa 230 km nördlich von Helsinki. Es wurde von Landbesitzern in den Jahren 1763-1765 gebaut, als Finnland noch Teil des schwedischen Königreichs war. Die am Ufer des Petäjävesi-Sees gelegene Kirche wurde vom Baumeister Jaakko Klemetinpoika Leppänen erbaut. Etwa 60 Jahre später beaufsichtigte sein Enkel Erkki Jaakonpoika Leppänen den Anbau des ikonischen Glockenturms.
Die Kirche ist ein beeindruckendes und repräsentatives Beispiel nordeuropäischer Holzkirchenarchitektur; Seine Gewölbe, die zentrale Kuppel und das Layout tragen Einflüsse von europäischen Trends von der Renaissance bis zur Gotik, aber alles ist meisterhaft in der besten lokalen Holzbautradition gebaut. Die Kirche ist fast vollständig aus heimischem Kiefernholz gebaut.
Die Alte Kirche von Petäjävesi ist seit 1994 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden und gehört zu den sieben UNESCO-Welterbestätten Finnlands. Es kann vor allem im Sommer besucht werden. Tausende von Touristen besuchen jedes Jahr.

Visionen für 3D in der Zukunft
Wir von der finnischen Agentur für das Kulturerbe sehen eindeutige Vorteile der 3D-Digitalisierung des finnischen Kulturerbes. Durch den Einsatz von 3D-Technologien können wir unser kulturelles Erbe besser als je zuvor bewahren, auch wenn es natürlich niemals das Original ersetzen kann. Der Einsatz der 3D-Digitalisierung sollte besonders intensiviert werden, um mehr, warum nicht alle, finnischen Baudenkmäler zu dokumentieren.
Im Falle des Petäjävesi-Projekts ist es uns gelungen, fast das gesamte Gebäude in 3D mit der Genauigkeit und Präzision von Millimetern zu erfassen. Datensätze wie diese sind ein beispielloses Werkzeug für Forschung, Schutz und Überwachung in Naturschutzbemühungen, und qualitativ hochwertige Messungen können auch aus der Ferne digital abgerufen werden.
Die Herstellung hochwertiger „digitaler Zwillinge“ in 3D ist zeitaufwändig und teuer, daher ist eine gründliche Planung und Priorisierung von größter Bedeutung. Die langfristige Bewahrung und Auffindbarkeit von 3D-Daten ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung, und wir müssen in eine effiziente neue Infrastruktur und Know-how im IT- und Sammlungsmanagement investieren. In Zukunft hoffen wir auch auf mehr Zusammenarbeit, Partizipation und Wissensaustausch zwischen dem Kulturerbe und dem Privatsektor.
Die wahren Gewinner der 3D-Digitalisierung sind natürlich wir alle. Durch neue 3D-Technologien können wir fruchtbare Gründe für Kreativität und Geschäft schaffen, um zu gedeihen und unser Erbe leichter zugänglich und für alle zugänglich zu machen.
