Jede Ausstellung wird in 24 Sprachen veröffentlicht und von einem kurzen Lehrvideo mit Untertiteln in 24 Sprachen begleitet, das in den sozialen Medien geteilt wird.
Die Ausstellungen, die sich mit den Themen Demokratie, Frieden und Solidarität befassen, werden in enger Zusammenarbeit mit mehreren Abteilungen des Europäischen Parlaments erstellt. Unterstützung erhält auch der Newshound, das monatlich erscheinende Personalmagazin des Europäischen Parlaments.
Im Laufe der Partnerschaft wird die Europeana Foundation mit den Archivmitarbeitern des Europäischen Parlaments zusammenarbeiten, damit sie direkt mit dem Content-Management-System zusammenarbeiten können, um die Ausstellungen selbst zu erstellen. Dies ist Teil der laufenden Arbeit, um Institutionen beim Aufbau ihrer Kapazitäten zu unterstützen und sie mit neuen digitalen Kompetenzen zu befähigen.
Douglas McCarthy, Europeana's Collections Engagement Manager, sagt: „Wir freuen uns außerordentlich, dass sich das Archiv des Europäischen Parlaments für Europeana entschieden hat, um sein umfangreiches Ausstellungsprogramm 2020-2024 zu unterstützen. Diese Ausstellungen verbinden moderne Sozial- und Politikgeschichte mit umfangreichen mehrsprachigen Angeboten und versprechen dem Publikum von Europeana neue Erlebnisse.“
Ludovic Delepine, Leiter des Referats Archiv des Europäischen Parlaments, sagt: "COVID-19-Fälle nehmen in vielen EU-Mitgliedstaaten weiter zu, und die nationalen Behörden ergreifen weitere Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. In diesem Zusammenhang ist es immer wichtiger, sich digital zu engagieren. Die erste Partnerschaft zur Durchführung einer digitalen Ausstellung mit Europeana war eine erfolgreiche Erfahrung. Jetzt arbeiten wir daran, es "business as usual" zu machen. Digital betrachtet haben wir uns die Inhalte in unseren Ausstellungen angeschaut und beziehen nun nicht nur ikonographische Assets, sondern auch Archivdokumente mit ein. Wir sind auf der Suche nach der richtigen Balance zwischen Bildern und Texten und freuen uns darauf, herauszufinden, was unser Publikum von der neuen Ausstellung hält.
Es war vor 30 Jahren
Der zweite Teil dieses neuen Ausstellungsprogramms ist nun online. „Es war vor 30 Jahren“untersucht das Europäische Parlament, den Fall der Berliner Mauer und die deutsche Wiedervereinigung.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 eröffnete die Berliner Mauer ohne Vorwarnung gleichzeitig mit dem Zusammenbruch der kommunistischen Regierung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Der Kalte Krieg neigte sich dem Ende zu, und in der Geschichte Europas wurde eine bedeutsame Seite gewendet. Einen Monat später wurde das Brandenburger Tor offiziell eröffnet, wodurch der freie Verkehr zwischen den beiden Germanen endgültig wiederhergestellt wurde. Am 3. Oktober 1990 wurde die deutsche Einigung erreicht, die die Zukunft der europäischen Integration effektiv veränderte.
Trotz der Geschwindigkeit der Ereignisse spielte das Europäische Parlament seine Rolle in vollem Umfang und verstärkte seine Bemühungen als Reaktion auf diese politischen Entwicklungen. Für mehrere Monate bot es ein Forum für die europäischen Staats- und Regierungschefs, die mit der Vorbereitung der Wiedervereinigung Deutschlands beauftragt waren. Besorgt über die politischen, wirtschaftlichen und institutionellen Auswirkungen dieses historischen Moments für die Europäische Gemeinschaft unterstützten die Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEP) die deutsche Wiedervereinigung und forderten zunehmend Demokratisierung und Achtung der Menschenrechte in Mittel- und Osteuropa.
Diese Ausstellung untersucht das Gebäude und den Fall der Berliner Mauer sowie die Reaktion des Europäischen Parlaments darauf.
