Die Notwendigkeit der 3D-Digitalisierung des Kulturerbes ist wichtiger denn je, da uns die jüngsten verheerenden Ereignisse wie die Zerstörung von Kulturgut während bewaffneter Konflikte oder Naturgefahren durch sich ändernde klimatische Bedingungen daran erinnern, dass das Kulturerbe fragil und ständig gefährdet ist. Digitale Technologien, einschließlich 3D, spielen eine wichtige Rolle bei der Erhaltung und Wiederherstellung des kulturellen Erbes und bieten eine regenerative Lebensader für Stätten, die von Menschenhand und natürlichen Bedrohungen bedroht sind.
Doch was braucht es für die erfolgreiche 3D-Digitalisierung des Kulturerbes? In einer Studie unter der Leitung der Technischen Universität Zypern, die 2022 veröffentlicht wurde, wurden alle wichtigen und relevanten Elemente für eine erfolgreiche 3D-Digitalisierung des Kulturerbes ermittelt und nach Komplexitätsgrad, Zweck oder Nutzung klassifiziert.
Die Studie liefert eine Definition und Kriterien für die Qualität in einem 3D-Digitalisierungsprojekt und erstellt eine Bestandsaufnahme bestehender Formate, Standards, Richtlinien und Methoden, die in der Branche verwendet werden. Darüber hinaus werden eine Reihe vergangener Digitalisierungsprojekte, bestehende 3D-Modelle und Erfolgsgeschichten gesammelt, die als Benchmarks für die 3D-Digitalisierung des materiellen Kulturerbes dienen. Es zeigt, wie ein erfolgreiches 3D-Digitalisierungsprojekt auf einer subtilen Balance zwischen der Komplexität des zu erfassenden Objekts (sei es ein Gebäude, ein Standort oder ein kleines Objekt), der Qualität des zu erreichenden Modells und den für die Finanzierung des Projekts verfügbaren Ressourcen beruht.
Die Studie über die Qualität der 3D-Digitalisierung des materiellen Kulturerbes bietet Fachleuten und Institutionen des Kulturerbes einen Rahmen für die Definition und Herstellung hochwertiger 3D-Modelle. Ermöglicht wurde dies durch eine Finanzierung durch die Europäische Kommission, Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien (GD CNECT). Die vollständige Studie können Sie hier nachlesen.
Erfahren Sie mehr
Wenn Sie mehr über 3D und das digitale Kulturerbe erfahren möchten, sollten Sie die Europeana-Konferenz unter schwedischem EU-Ratsvorsitz mit dem Titel „Accelerating 3D in the common European data space for cultural heritage: Warum 3D wichtig ist
Die Konferenz konzentriert sich auf 3D und befasst sich mit Aspekten, Erkenntnissen und Inspirationen zu 3D als einer der Hauptaspekte des gemeinsamen europäischen Datenraums für das kulturelle Erbe und den digitalen Wandel des Sektors. Dr. Marinos Ioannides vom Digital Heritage Research Lab (DHRLab) der Technischen Universität Zypern und Direktor des UNESCO-Lehrstuhls für digitales Kulturerbe (CH), der die oben beschriebene Studie zur Qualität der 3D-Digitalisierung von materiellem Kulturerbe leitete, wird auf der Konferenz sprechen - verpassen Sie nicht Ihre Chance, mehr zu erfahren!
