Österreichs Beitrag zur Twin it!-Kampagne
In der Nähe von Wien in der historischen Stätte von Carnuntum gelegen, ist der fast 2.000 Jahre alte Heidentor ein bedeutendes Kulturdenkmal, das über die Grenzen des Landes hinaus bekannt ist. Seit 2021 ist der Donaulimes (wo sich das Denkmal befindet) als 12. UNESCO-Weltkulturerbe Österreichs anerkannt, was seine Bedeutung im antiken Römischen Reich widerspiegelt.
Der Heidentor wurde im Rahmen des österreichischen Beitrags zur Twin it!-Kampagne, einem Projekt der Staatlichen Sammlungen Niederösterreichs, das von Kulturpool unterstützt wird, für die 3D-Digitalisierung ausgewählt. Die Digitalisierung des Heidentor macht ein detailliertes digitales 3D-Modell der aktuell sichtbaren Struktur verfügbar. Ergänzt wird es durch zusätzliche 3D-Modelle, die Rekonstruktionen des Heidentors aus verschiedenen historischen Epochen darstellen.
Der Heidentor von der Antike bis in die Gegenwart
Der Heidentor ist eines der wenigen römischen Denkmäler in Österreich, das seit fast 2.000 Jahren ununterbrochen sichtbar ist. Viele Spekulationen über die Bauherren und die Funktion des Bauwerks sind im Überfluss vorhanden und bis heute noch nicht vollständig geklärt. Seine Nähe zur antiken Stadt Carnuntum, einem wichtigen Legionärslager entlang des Donaulimes und der Hauptstadt der römischen Provinz Oberpannonien, verstärkt seine historische Bedeutung.
Riesige Steinraube im 15. und 16. Jahrhundert prägten das heutige Erscheinungsbild des Heidentors maßgeblich. Quadratische Steinblöcke waren besonders begehrtes Material und wurden mit schwarzem Pulver ausgestrahlt, wodurch die beiden letzten Säulen auf den inneren Kern des gegossenen Mauerwerks reduziert wurden.
Das Aussehen des Denkmals wurde dann hauptsächlich durch Renovierungsarbeiten im Jahr 1907 geprägt. Nach weiteren Restaurierungen auf der Säulenoberfläche im Jahr 1957 wurde der Heidentor zuletzt von 1998 bis 2001 ausgiebig untersucht und nach internationalen Standards der Denkmalpflege erhalten. Erfahren Sie mehr über die Geschichte des Heidentors.

3D-Technologie bewahrt Europas kulturelle Wurzeln
Die Digitalisierung des Heidentor durch fortschrittliche 3D-Technologie bietet Einblicke in die transformative Reise dieses historischen Denkmals, von seiner Entstehung während der Römerzeit bis zu seinem heutigen Zustand. Dieses Projekt, als Teil der Twin it! – 3D für Europas Kulturkampagne bewahrt und belebt nicht nur das kulturelle Erbe Europas, sondern macht es auch einem globalen Publikum zugänglich.
Digitale Rekonstruktionen dienen als wichtige Bildungsinstrumente und als Grundlage für weitere archäologische Forschungen und bieten eine Basis für Vergleiche mit anderen römischen Stätten in ganz Europa. Sie können helfen, die Bautechniken und architektonischen Stile zu verstehen, die sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Das Projekt unterstreicht die Bedeutung der Integration moderner Technologie mit der Erhaltung des kulturellen Erbes und bietet eine Blaupause für ähnliche Bemühungen auf dem gesamten Kontinent.
Erfahren Sie mehr
Die 3D-Modelle des Heidentor sind über Europeana.eu und Kulturpool erhältlich. Sie können auch die europaweite Sammlung von historischen 3D-Modellen von Twin it! erkunden und mehr über Twin it! auf der Europeana Pro-Webseite erfahren.
Dieser Beitrag wurde vom Kulturpool-Team eingereicht und zeigt den österreichischen Beitrag für die Twin it!-Kampagne der Staatlichen Sammlungen Niederösterreichs.
