Identifizierung einer Innovationslücke
Das Manifest stellt fest, dass es eine wachsende Kluft zwischen Technologie und Kultur gibt. Während Technologien wie künstliche Intelligenz, virtuelle und erweiterte Realität, Blockchain, 3D-Druck und Big Data Innovationen auslösen können, schaffen es derzeit nur sehr wenige Initiativen und Start-ups, die diese Technologien nutzen, ausreichend zu skalieren.
„Kultur ist eine der größten Stärken Europas“, heißt es in dem Manifest, aber „Europa braucht eine wirksamere Innovationsstrategie für die Kultur“.
Ein vereinter Kultur- und Kreativsektor
Das Manifest fordert die „Spieler“ auf, sich zusammenzuschließen, anstatt sich allein mit der Überwindung dieser Innovationslücke auseinanderzusetzen. Er fordert ein „breiteres europäisches Ökosystem der Innovationsförderung“, das die Transaktionskosten senkt und die Kreativbranche auf ein digitales Niveau bringt. Im Wesentlichen als „europäischer Schlüsselsektor – ein Sektor, dessen Bedeutung in Bezug auf Arbeitsplätze mit der Automobil- und Chemieindustrie vergleichbar ist“ zusammenzufinden.
Das Manifest skizziert sechs strukturelle Hauptprobleme für Innovationen im Kultur- und Kreativsektor auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene. Und schlägt dann sechs Maßnahmen vor, um sie zu überwinden, darunter die Erhöhung öffentlicher Investitionen, die Erleichterung und Attraktivität von Investitionen in Innovation und die Anerkennung der Vielfalt der Einrichtungen in der Kultur- und Kreativbranche bei gleichzeitiger Stärkung des internationalen Charakters der Sektoren sowie die Einführung und Stärkung neuer Definitionen und Dialoge im Bereich Innovation.
Es ist Zeit, mutig zu sein
Harry Verwayen, Exekutivdirektor der Europeana Foundation, unterstützt das Manifest und sagt: „Neue radikale Technologien wie KI stehen kurz vor dem Durchbruch, und wenn wir unseren Wettbewerbsvorteil im kulturellen Erbe behalten wollen, müssen wir tiefgreifende Verpflichtungen eingehen und in unsere digitale Zukunft, in Infrastrukturen wie Europeana investieren oder riskieren, die digitalen Kolonien des Silicon Valley zu werden. Dies erfordert, dass die Europäische Union eine weitere mutige und aufgeklärte Entscheidung trifft: erneut den digitalen Wandel zu unseren eigenen Bedingungen zu fördern, damit wir unseren Kultursektor weiterhin in die Lage versetzen können, dieses Potenzial von innen heraus zu erschließen.“
Beteiligen Sie sich
Lesen Sie das vollständige Manifest auf dem Blog von THE ARTS+.
Teilen Sie das Manifest und tragen Sie mit #theartsplus18 zur Diskussion in den sozialen Medien bei.
Das Festival THE ARTS+ findet bis zum 14. Oktober in Frankfurt statt.
