Das Kulturprogramm des Vorsitzes umfasste Konzerte, Kunstinstallationen und Ausstellungen. Sie nutzte Theater, Kino, Musik, Tanz und bildende Kunst, um die Bedeutung eines widerstandsfähigen, sozialen, grünen, digitalen und globalen Europas zu bestätigen. Das Kulturprogramm veranschaulichte, wie Kultur und kulturelle Aktivitäten relevant sind und genutzt werden können, um politisches Denken auf hoher Ebene zu gestalten und die Politik in einer Reihe von Bereichen voranzutreiben.
Wie war die Nationalbibliothek Portugals an der Präsidentschaft beteiligt?
Die Nationalbibliothek Portugals (NLP) war durch die Organisation der Europeana-Konferenz als offizielle Veranstaltung des portugiesischen Ratsvorsitzes beteiligt. NLP war auch an einigen anderen Initiativen im Zusammenhang mit dem Vorsitz beteiligt, wie z. B. den Transcribathon-Manuskripten auf der Bühne, die mit dem Teatro Nacional D. Maria II organisiert wurden. Dies war eine ausgezeichnete Gelegenheit, um die Bedeutung einer aktiven Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bereicherung und Wiederverwendung des europäischen Kulturerbes im Hinblick auf eine wirksame Demokratisierung der Kultur hervorzuheben.

Wir können sehen, dass die Präsidentschaft die Kultur wirklich in den Mittelpunkt sowohl ihrer Politik als auch ihrer Veranstaltungsplanung stellt - warum ist das so?
Der portugiesische Ratsvorsitz hat sich nachdrücklich zur Bedeutung der Kultur während des gesamten Semesters geäußert und dabei auf die wesentliche Rolle hingewiesen, die die Kultur bei der Förderung des sozialen, territorialen und wirtschaftlichen Zusammenhalts spielt, sowie auf das Potenzial kultureller Aktivitäten und Vermögenswerte für die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie. Aus diesem Grund hat Portugal die Kultur in den Mittelpunkt des Ratsvorsitzes gestellt.
Was war für Sie das wichtigste Thema im politischen Programm?
Die Förderung der Rolle von Kultur und Medien beim Aufbau inklusiver und kohärenter Gesellschaften ist seit 18 Monaten eine der Hauptprioritäten der deutsch-portugalisch-slowenischen Agenda und zeigt die Bedeutung der Kultur für die Zukunft der Europäischen Union.
Ein weiterer Aspekt, der hervorgehoben werden muss, ist der Übergang zu einer grüneren, digitaleren und widerstandsfähigeren Wirtschaft – dem Hauptziel der Aufbau- und Resilienzpläne. Der Vorsitz bietet eine einzigartige Gelegenheit, den digitalen Wandel in der Kultur voranzutreiben, an dem der Kulturerbesektor und Europeana in den letzten Jahren gearbeitet haben.
Der portugiesische Aufbau- und Resilienzplan (ARP) wird beispielsweise eine wichtige Komponente zur Förderung des digitalen Wandels von Einrichtungen des Kulturerbes enthalten. Mit dem Aufbau- und Resilienzplan werden Tätigkeiten im Zusammenhang mit digitalen Netzen und die Finanzierung der Digitalisierung, Zugänglichkeit und Wiederverwendung des portugiesischen Kulturerbes unterstützt. Diese Investitionen werden auch für die Erhaltung des Kulturerbes von entscheidender Bedeutung sein.
Wie hat die Einbindung eines Kulturprogramms die Diskussionen während der Veranstaltung geprägt?
Das Kulturprogramm war von wesentlicher Bedeutung, um eine Vielzahl von Gemeinschaften einzubeziehen und Diskussionen und andere Formen der Beteiligung anzuregen, die sonst im politischen Kontext des Ratsvorsitzes nicht auftauchen würden. Und es bot eine internationale Gelegenheit, das portugiesische Erbe und das kulturelle Leben zu präsentieren.
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Um mehr über die Veranstaltung des portugiesischen EU-Ratsvorsitzes zum Aufbau digitaler Kapazitäten für den Kulturerbesektor zu erfahren, schauen Sie sich unsere Videos von der Veranstaltung an!
