Wie bist du in deinen Beruf gekommen?
Ich habe einen Doktortitel in Archäologie und arbeite seit über 10 Jahren mit und für GLAM-Institutionen. Zurzeit forsche ich im Bereich Bibliothekswesen und Archivierung am Institut für Historische Studien der Universität Turin. Ich beschäftige mich mit Digitalisierung, digitalen Strategien und Barrierefreiheit.
Seit 2016 bin ich Koordinator der Kommission für digitale Technologien von ICOM Italia und seit 2022 auch Vorstandsmitglied. Ich bin Generalsekretär von AVICOM.
Woran arbeiten Sie derzeit?
Mein Forschungsprojekt "Modelle der Repräsentation und Vermittlung von Kulturerbe: Innovation, Nachhaltigkeit, Partizipation" geht von der vergleichenden Analyse der Standards und Formate im Zusammenhang mit der Verwaltung von Kulturerbeobjekten aus. Das Projekt analysiert die Beziehungen zwischen den Modellen der dokumentarischen Repräsentation in den Bereichen Archiv, Bibliographie, Museum und fortschrittlichen digitalen Technologien, einschließlich künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, das Verständnis für die Dynamik der Interaktion in digitalen Bibliotheken zu fördern und sicherzustellen, dass die Wiederverwendung von Daten und Crowdsourcing als innovatives und nachhaltiges Instrument für eine inklusive Verbreitung und Kommunikation des kulturellen Erbes angesehen wird.
Was sind einige der Herausforderungen in Ihrer Rolle? Was sind einige Ihrer Lieblingselemente?
Die Projekte, in denen ich arbeite, sind stark multidisziplinär und einer der herausforderndsten und interessantesten Aspekte ist die Vermittlung verschiedener Sprachen und Bedürfnisse, um ein gutes, nachhaltiges und zugängliches Projekt zu schaffen. Meine Ausbildung zur Archäologin hat auch die Entwicklung interdisziplinärer Fähigkeiten begünstigt, die den Dialog und die Vermittlung zwischen verschiedenen Disziplinen unterstützen. Meine Universitätsabteilung in Turin, die auch eine Abteilung für Exzellenz ist, fördert den Dialog und die Vermittlung mit Disziplinen und Ausbildung.
Was war Ihre Motivation, dem Mitgliederrat beizutreten?
Die Mitgliedschaft im Mitgliederrat gibt mir die einzigartige Gelegenheit, meine Erfahrungen mit der digitalen Strategie und der digitalen Barrierefreiheit auszutauschen und in einem Umfeld des Dialogs mit Fachleuten und Experten zu sein, mit denen ich Erfahrungen, Ideen austauschen und zusammenarbeiten kann, um die Europeana-Initiative zu unterstützen.
Was beabsichtigen Sie als Mitgliedsrat zu tun?
Ich werde die Bedeutung der digitalen Inklusion und Barrierefreiheit durch eine immer größere digitale Nutzbarkeit sowie das Verständnis und die Zugänglichkeit von Inhalten fördern. Die Zugänglichkeit von Inhalten bezieht sich auch auf Open Access und partizipative Strategien des Crowdsourcing, daher hoffe ich, dass wir mit dieser Arbeit die Bürgerinnen und Bürger und die Hauptakteure ihres eigenen Erbes zunehmend sensibilisieren können.
