Das Europeana Impact Playbook wurde konzipiert, um Fachleute des Kulturerbes bei der Gestaltung, Messung und Erzählung von Auswirkungen zu unterstützen. Seit seiner ersten Veröffentlichung im Jahr 2017 hat es auch die Aufmerksamkeit von Forschern in den Sozial- und Geisteswissenschaften zusammen mit Organisationen wie LIBER und Infrastrukturen wie DARIAH auf sich gezogen. Dieses Interesse hat Europeana dazu veranlasst, darüber nachzudenken, wie das Impact Playbook bei der Planung von Forschungsarbeiten oder der Bewertung von Forschungsergebnissen helfen könnte, auch da ein erheblicher Teil des Netzwerks von Europeana aus Fachleuten besteht, die in Wissenschaft und Forschung tätig sind. Wir wollen die Wirkungs- und Forschungsperspektiven zusammenbringen und die jeweiligen Gemeinschaften ermutigen, in einem zweitägigen Symposium zusammenzuarbeiten, das am 11./12. Mai 2021 stattfinden wird.
Das Programm
Das Programm wurde vom wissenschaftlichen Ausschuss des Symposiums konzipiert, der eine Reihe von Auswirkungen des Aufbaus digitaler Sammlungen und ihrer Wiederverwendung untersuchte: von den Entscheidungen, die von Fachleuten des Kulturerbes bei der Ausrichtung ihrer Bemühungen und Ressourcen getroffen werden, bis hin zur Öffnung von Forschungspraktiken für die Beteiligung der Gemeinschaft und für nicht spezialisierte Beiträge; von den Hindernissen für die Erzielung von Wirkung durch Ressourcen des Kulturerbes (z. B. fehlende digitale Kompetenzen oder Ungleichheiten) bis hin zur Notwendigkeit, die Perspektiven des digitalen Publikums in den Diskurs über das Kulturerbe einzubeziehen.
Wir haben versucht, ein Gleichgewicht zu finden, indem wir ein ehrgeiziges, umfassendes und vielfältiges Programm anbieten und gleichzeitig eine agile Struktur verwenden, die das Potenzial und die Grenzen digitaler Ereignisse widerspiegelt. Dabei werden Themen wie Politik und Innovation behandelt; Praktiken der Digitalisierung und Neukontextualisierung; partizipative Verfahren und Methoden bei der Einbeziehung und Folgenabschätzung; Digitales Publikum und neue gesellschaftspolitische Perspektiven. 20 Referenten teilen ihre Erkenntnisse und vielfältigen Erfahrungen in vier 90-minütigen Sitzungen, zwei morgens und zwei nachmittags. Dies ermöglicht die Teilnahme von Fachleuten aus verschiedenen Zeitzonen.
Unsere Ziele
Unser Ziel dieses Symposiums ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie der Europeana Impact Framework dazu beitragen kann, Kapazitäten in Forschungskontexten aufzubauen, und damit im weiteren Sinne, welchen Wert das Denken über Auswirkungen für sie bringen kann. Die Veranstaltung ist der Beginn eines breiteren Gesprächs mit Blick auf drei längerfristige Ziele: potenzielle Wirkungsbereiche zu erfassen und Zielgruppen zu ermitteln; eine gemeinsame Sprache für die Wirkung zu finden und eine Evidenzbasis zu schaffen; zu untersuchen, wie Europeana und Forschungsinfrastrukturen strukturell zusammenarbeiten können, um einen wirkungsorientierten Ansatz zu entwickeln.
