Die European Fashion Heritage Association (gegründet 2014) bringt Modeinstitutionen zusammen, um die Aufwertung und Wiederverwendung des Modeerbes im Internet zu fördern. Es ist auch ein akkreditierter Aggregator für Europeana, der 40 beitragende Institutionen betreut und im vergangenen Jahr 870.000 Datensätze in Europeana Collections veröffentlicht hat.
Die Jahreskonferenz der Organisation findet nächsten Monat statt und wird – ausgehend von einigen der Kernthemen, die auf der internationalen Konferenz der EFHA 2018 aufkamen – die Komplexität der Definition des Modeerbes untersuchen. Ziel der Konferenz ist es, einen Beitrag zu diesem laufenden Gespräch zu leisten und neue Einblicke in den wissenschaftlichen Diskurs über die Rolle von Archiven und Modeausstellungen in Museen, Galerien und im digitalen Raum zu geben.
„Mode und die Politik des Kulturerbes“ wird von Marco Rendina, EFHA-Geschäftsführer und Vorsitzender des Europeana Aggregators’ Forum, eröffnet, bevor es zu einer Reihe von Podiumsdiskussionen über die Begegnungen zwischen Mode, Kultur und Geschichte geht. Die Konferenz wird die Rolle der Politik in diesen Begegnungen kontextualisieren und die vielfältigen Modeerzählungen untersuchen, die sich mit dem Erbe befassen. Es wird sich auch auf die Prozesse der Einrahmung dieser Erzählungen konzentrieren und direkt die Praktiken der Archivierung und Erhaltung von Mode untersuchen. Die Konferenz wird Fachleute aus einigen der etabliertesten Museen und Modearchive zusammenbringen, um über ihre täglichen Praktiken nachzudenken, und schließlich das queere Erbe zwischen Wissenschaft und Museum analysieren.
Die erste Podiumsdiskussion der Konferenz zum Thema „Questioning Heritage and Fashion“ widmet sich dem kulturellen Erbe in seinen materiellen und digitalen Formen und umfasst einen Vortrag von Dr. Marie Riegels Melchior (Universität Kopenhagen), in dem Europeana Fashion und die „We Wear Culture“ des Google Cultural Institute erörtert werden. Es wird untersucht, warum zwei der größten internationalen Plattformen zur Digitalisierung des Kulturerbes Mode als Thema gewählt haben und welche Bedeutung sie für die digitale Bewahrung und Kommunikation von Mode haben.
Zu den Rednern gehören auch die Akademiker Julia Petrov, Rhonda Garelick und Fabio Cleto, Museen wie das Centraal Museum Utrecht und das Museum of London sowie Markenarchive von Missoni, Christian Dior, Vivienne Westwood und Ermenegildo Zegna. Ihre Präsentationen werden sich mit einer Vielzahl von Themen befassen, darunter: das kulturelle Erbe in seinen materiellen und digitalen Formen unter Bezugnahme auf die Rolle von Europeana bei seiner Verbreitung; Verwaltung und Rolle von Archiven für Museen oder Marken; die Beziehung zwischen materieller Kultur und digitalen Technologien; und die Bedeutung des Begriffs „Politik“ im Zusammenhang mit dem Archiv.
