Diese Hybridkonferenz, die am 18. April 2023 stattfinden wird, wird vom Museum für Ethnographie in Stockholm ausgerichtet und ist online für die Öffentlichkeit zugänglich. Ermöglicht wird dies durch die Unterstützung des schwedischen Kulturministeriums.
Die Konferenz wird sich auf 3D konzentrieren und die dreidimensionale Digitalisierung des Kulturerbes als einen der Hauptaspekte des gemeinsamen europäischen Datenraums für das Kulturerbe untersuchen - eine Leitinitiative der Europäischen Union zur Unterstützung des digitalen Wandels des Kulturerbesektors. Die Europeana-Initiative setzt diesen Datenraum derzeit gemeinsam mit ihren Partnern ein. Ein wichtiges Ziel des Datenraums wird es sein, hochwertige, nutzbare und zugängliche 3D-Kulturdaten zu beschaffen und zur Verfügung zu stellen.
Warum 3D wichtig ist
Die Notwendigkeit der 3D-Digitalisierung des Kulturerbes ist aktueller denn je. Die jüngsten verheerenden Ereignisse wie die Zerstörung von Kulturgütern in der Ukraine oder Naturgefahren, die durch sich ändernde Klimabedingungen verursacht werden, erinnern uns daran, dass das Kulturerbe zerbrechlich ist und ständig gefährdet ist. Digitale Technologien, einschließlich 3D, spielen eine wichtige Rolle bei der Erhaltung und Wiederherstellung des kulturellen Erbes und bieten eine regenerative Lebensader für Stätten, die von Menschenhand und natürlichen Bedrohungen bedroht sind.
Die Europäische Kommission hat ehrgeizige 3D-Ziele für 2030 festgelegt, und die Konferenz zielt darauf ab, ihre Verwirklichung zu unterstützen. Wie in der Empfehlung der Kommission von 2021 zur Schaffung eines gemeinsamen europäischen Datenraums für das Kulturerbe gefordert, sollten die EU-Mitgliedstaaten im Laufe dieses Jahrzehnts alle Denkmäler und Stätten, die als gefährdet gelten, sowie 50 % der am häufigsten besuchten Denkmäler und Stätten in 3D digitalisieren.
3D-Technologien werden bereits eingesetzt, um die Erhaltung des gemeinsamen kulturellen Erbes Europas angesichts wachsender natürlicher und künstlicher Feinde zu unterstützen. 3D-Anwendungen bieten auch Einrichtungen des Kulturerbes beispiellose Möglichkeiten, ihren Auftrag zu erfüllen, den Zugang zu Kultur und Informationen im 21. Jahrhundert zu erweitern und in der sich schnell verändernden Welt von heute relevant zu bleiben. Schließlich kann 3D verwendet werden, um die Vorstellungskraft zu erfassen, das Engagement und das öffentliche Verständnis von Kulturgütern zu verbessern und ihre Wiederverwendung im Kultursektor und darüber hinaus zu fördern - von Bildung und Forschung bis hin zum Tourismus.

Die Europeana-Konferenz unter schwedischem EU-Ratsvorsitz wird Fachleute und politische Entscheidungsträger im Bereich des Kulturerbes dabei unterstützen, die Relevanz und den Einsatz von 3D besser zu verstehen, um einige der wichtigsten Herausforderungen zu bewältigen, mit denen der Sektor und die Gesellschaft insgesamt konfrontiert sind. Es wird eine Plattform für den Austausch von Wissen, Erfahrungen und neuen Erkenntnissen bieten, um zukünftige Maßnahmen und politische Richtungen zu bestimmen.
„Der gemeinsame europäische Datenraum für das Kulturerbe eröffnet unserer Branche eine spannende Gelegenheit, das Potenzial neu entstehender technologischer Prioritäten wie 3D zugunsten des reichen kulturellen Erbes Europas voll auszuschöpfen. Und vieles mehr: Sie wird es uns ermöglichen, unsere gemeinsamen kulturellen Ressourcen besser zu nutzen, um auf dem Weg zu einer offeneren, sachkundigeren und kreativeren Gesellschaft voranzukommen. Wir danken dem schwedischen National Heritage Board und dem schwedischen Kulturministerium für ihr Engagement für diese Vision und freuen uns darauf, weiterhin eng mit dem schwedischen EU-Ratsvorsitz und den EU-Mitgliedstaaten zusammenzuarbeiten, um dieser Dynamik gerecht zu werden“, sagte Harry Verwayen, Generaldirektor der Europeana Foundation.
Der digitale Wandel ist von entscheidender Bedeutung, um das Kulturerbe relevant zu halten und seine Nutzungsmöglichkeiten auszuweiten. Die schwedische National Heritage Board sieht die digitale Transformation als die wichtigste Herausforderung für Museen in Schweden heute, und wir betrachten dies als eine starke Priorität für die kommenden Jahre bei der Unterstützung des Museumssektors. Das digitale Erbe kennt keine traditionellen Grenzen und daher betrachten wir unsere Arbeit mit der Europeana-Initiative und dem gemeinsamen europäischen Datenraum für das kulturelle Erbe als einen wesentlichen Teil unseres weiteren Weges. Die Erweiterung von 3D-Inhalten eröffnet noch mehr Möglichkeiten, Wissen zu gewinnen und neue Zielgruppen zu erreichen. Wir freuen uns, unsere Zusammenarbeit sowohl während des schwedischen Ratsvorsitzes als auch in Zukunft weiter auszubauen", sagte Eric Fugeläng, Abteilungsleiter beim schwedischen National Heritage Board.
Beteiligen Sie sich und erfahren Sie mehr auf der Konferenz am 18. April.
