Die Europeana-Stiftung wurde – im Namen der Europeana-Initiative und als Verwalter des gemeinsamen europäischen Datenraums für das kulturelle Erbe – eingeladen, einen Beitrag zur von der Europäischen Kommission am 15. März 2023 organisierten Veranstaltung „Eine Cloud für alle“ zu leisten. Die Veranstaltung fand online statt und zielte darauf ab, die Bildung einer Praxisgemeinschaft für die künftige europäische kollaborative Cloud für das Kulturerbe anzustoßen und Herausforderungen, Erwartungen und Chancen anzugehen. Die im Rahmen des Programms „Horizont Europa“ der EU finanzierte kollaborative Cloud wird ein digitaler Arbeitsplatz für Fachleute, Forscher und Wissenschaftler im Bereich des Kulturerbes sein.
Während der Veranstaltung teilten Sebastiaan ter Burg, Expertin für Wissensentwicklung der Europeana Foundation, Ariadna Matas, Policy Advisor, und Alba Irollo, Research Coordinator, ihre Erfahrungen mit dem Aufbau von Kapazitäten, der Zusammenarbeit bei der Verwaltung von Urheberrechten und offenen Richtlinien und dem Aufbau einer Praxisgemeinschaft für und mit den Nutzern.
Sprechende Zusammenarbeit: unterschiedliche Aufgaben, ein gemeinsames Ziel
Der gemeinsame europäische Datenraum für das Kulturerbe wird der wichtigste Zugangspunkt zu Daten über das Kulturerbe sein, wobei der Schwerpunkt auf Wiederverwendungs- und Entdeckungszwecken innerhalb und zwischen Sektoren liegen wird. Wie in der Europäischen Datenstrategie gefordert, wird sie mit den anderen 13 miteinander verbundenen Datenräumen interagieren und europäische Daten in Schlüsselsektoren bündeln. Die Cloud wird ein Arbeitsbereich für Fachleute und Wissenschaftler des Kulturerbes sein, um auf fortschrittliche Technologien für die Erhaltung, Erhaltung und Restaurierung des Kulturerbes zuzugreifen.
Als Hüter verschiedener Arten von Kulturerbedaten und mit unterschiedlichen Missionen und Zielgruppen können sich der Datenraum und die zukünftige Cloud zum gegenseitigen Nutzen gegenseitig unterstützen. Dies war eine zentrale Botschaft, die von den Kollegen der Europeana Foundation während der Veranstaltung „Eine Cloud für alle“ Mitte März vorgebracht wurde. Wie genau sehen wir diese Zusammenarbeit? Hier sind drei konkrete Wege:
Durch Gemeinschafts- und Kapazitätsaufbau: Die Europeana-Initiative verfügt über ein gut etabliertes Netzwerk, das eine Rolle dabei spielen kann, die künftige Cloud mit Fachleuten des Kulturerbes zu verbinden. Denken Sie an das Europeana Aggregators' Forum, das als direkter Vermittler mit Einrichtungen des Kulturerbes fungiert, oder an die EuropeanaTech and Research Communities der Europeana Network Association, die ebenfalls gut aufgestellt sind, um diese Brücken zu bauen. Umgekehrt wird die künftige Cloud die Europeana-Initiative und den Datenraum dabei unterstützen, Fachleute im Bereich des Kulturerbes zu erreichen, die noch nicht Teil unserer Gemeinschaften sind.
Durch den Austausch von Daten: Inhalte und Metadaten zu digitalisierten Kulturerbeobjekten aus dem Datenraum können von der Cloud als Ausgangsmaterial für ihre Forschungsaktivitäten genutzt werden, während Inhalte, Forschungsergebnisse und in der Cloud erzeugte Daten vom Datenraum genutzt werden können. Gemeinsam sollten wir sicherstellen, dass Daten auf der Grundlage gemeinsamer Grundsätze ausgetauscht werden, einschließlich FAIR (Findable, Accessible, Interoperable and Reusable).
Verwendung interoperabler Rahmen und Normen: Die Rahmen von Europeana – insbesondere für Lizenzierung und Veröffentlichung – können die Arbeit der Cloud untermauern, um die Umsetzung von Digitalisierungs- und Rechteverwaltungsstandards sicherzustellen, die Interoperabilität, Weiterverwendung und Offenheit unterstützen. Gemeinsam können wir die Akzeptanz von Branchenstandards erhöhen, damit kulturelle Inhalte und Daten in und über ein breites Spektrum von Systemen verwendet werden können, einschließlich, aber nicht beschränkt auf den gemeinsamen europäischen Datenraum für das kulturelle Erbe und die Cloud.
Indem wir unsere gemeinsame Geschichte über gemeinsame Kultur, Menschen und Technologie erzählen: Der Datenraum und die Cloud können auf eine wertebasierte, menschenzentrierte und kulturgetriebene digitale Öffentlichkeit in Europa hinarbeiten. Gemeinsam können wir unsere gemeinsame Vision für ein Europa voranbringen, das die Kraft der Kultur voll entfaltet, und für einen Kulturerbesektor, der das Beste aus neuen Technologien wie 3D und KI für das Gemeinwohl macht.
Gerne teilen wir auch unsere in den letzten 15 Jahren erworbenen Erfahrungen und Fachkenntnisse zur digitalen Transformation unserer Branche und nutzen sie für die Entwicklung der zukünftigen Cloud. Wir möchten, dass unsere Lernwege anderen helfen!
Was kommt als nächstes?
Die Europäische Kommission hat zwei Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für eine Finanzierung im Rahmen des Programms „Horizont Europa“ veröffentlicht, um die europäische kollaborative Cloud für das Kulturerbe einzurichten und unterstützende Instrumente zu konzipieren und umzusetzen. Die Aufforderungen zur Einreichung von Fördermitteln können bis September 2023 eingereicht werden, und ausgewählte Projekte werden 2024 bekannt gegeben.
Gemeinsam mit unseren Partnern setzt sich die Europeana Initiative dafür ein, Komplementaritäten zwischen dem Datenraum und der Cloud aufzubauen - von ihrer konzeptionellen Phase an und seit Beginn ihrer Umsetzung. Durch die Zusammenarbeit können wir unsere Unterstützung für Kulturerbe-Profis maximieren, Ressourcen bündeln und ein immer breiteres Publikum erreichen.
Beteiligen Sie sich!
Sind Sie daran interessiert, mehr über die European Collaborative Cloud for Cultural Heritage zu erfahren? Möchten Sie an einer Cloud-bezogenen Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen teilnehmen, um Ihre Forschungs- und Innovationsaktivitäten zu verbessern? Nehmen Sie am Online ECCCH Information & Matchmaking Day am 28. März 2023 teil! Diese von der Europäischen Kommission organisierte Veranstaltung wird Informationen über die Finanzierungsmöglichkeiten für die Cloud und damit zusammenhängende Maßnahmen im Rahmen von Horizont Europa bieten und potenzielle Antragsteller miteinander verbinden.
