Welche Bedenken führten zur Gründung der Klimagemeinschaft?
Die Welt steht vor einem beispiellosen Klimanotstand, dessen Ausmaß alles übersteigt, was wir zuvor erlebt haben. Unsere Umwelt, das Ökosystem, das alles Leben auf der Erde erhält, ist bedroht wie nie zuvor. Es ist ein globales Problem, das globale Lösungen erfordert, aber auch verlangt, dass jeder von uns in seinen eigenen Einflusssphären handelt. Im Einklang mit ihrem öffentlichen Auftrag und ihrer Schlüsselrolle als Orte des Gemeinschaftsaufbaus und des Wissensaustauschs kann und muss die Welt des Kulturerbes eine Rolle bei der Bewältigung des Klimanotstands spielen. Diese Prämisse führte zur Schaffung unserer Gemeinschaft und ist das Herzstück von allem, was wir tun.
Können Sie uns etwas über die Arbeit und die Leitprinzipien der Europeana Climate Action Community erzählen?
Die laufende Arbeit unserer Klimaschutzgemeinschaft ist im 2021 veröffentlichten „Europeana Climate Action Manifesto“ verankert. Das Manifest skizziert unser Engagement für die Abschwächung der Auswirkungen des Klimawandels, die Wahrung der Werte der Nachhaltigkeit, die Verringerung des CO2-Fußabdrucks und die Befürwortung grüner digitaler Praktiken im Bereich des Kulturerbes. Diese Handlungen sind keine bloßen Äußerungen; Sie sind ein Aufruf zum Handeln und ein Fahrplan dafür, wie wir als Gemeinschaft den Umweltwandel vorantreiben wollen. Dieses Manifest zielt auch darauf ab, die Arbeit der Europeana-Initiative als Ganzes in Bezug auf Klima, Nachhaltigkeit und den ökologischen Wandel zu leiten und zu inspirieren.
Die folgenden Kernideen untermauern die Arbeit unserer Gemeinschaft und inspirieren den Ansatz der Europeana-Initiative.
Inspirierendes Handeln durch kulturelles Erbe: Wir erkennen die Kraft des kulturellen Erbes an, indem wir das Bewusstsein schärfen und zu inspirierendem Handeln anregen. Durch die Präsentation von Geschichten, Bildern und Ressourcen, die die Auswirkungen des Klimawandels veranschaulichen, wollen wir Einzelpersonen und Gemeinschaften in den Kampf gegen den Klimawandel einbeziehen.
Reduzierung unseres eigenen CO2-Fußabdrucks: In der Klimagemeinschaft und der Europeana-Initiative erkennen wir unsere Verantwortung an, unsere eigenen Umweltauswirkungen so gering wie möglich zu halten. Durch die Umsetzung nachhaltiger Praktiken in unserer Organisation wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen.
Förderung von Zusammenarbeit und Innovation: Wir glauben, dass Zusammenarbeit der Schlüssel ist, um sinnvolle Veränderungen voranzutreiben. Wir suchen aktiv Partnerschaften mit Institutionen des Kulturerbes, politischen Entscheidungsträgern, Forschern und der breiten Öffentlichkeit, um innovative Lösungen für den Klimaschutz zu fördern. Durch die Vernetzung unterschiedlicher Stakeholder fördern wir den Wissensaustausch und die kollektiven Bemühungen um Nachhaltigkeit.
Wie inspiriert die Gemeinschaft Fachleute im Bereich des Kulturerbes, Maßnahmen zu ergreifen?
Als wichtiger Akteur in der europäischen Landschaft des digitalen Kulturerbes und als Verwalter des gemeinsamen europäischen Datenraums für das Kulturerbe sind wir fest davon überzeugt, dass die Europeana-Initiative eine Rolle und Verantwortung für das umfassendere gesellschaftliche Engagement für ökologische Nachhaltigkeit spielt. Die Arbeit unserer Gemeinschaft zielt daher darauf ab, positive Veränderungen voranzutreiben und unsere einzigartige Position zu nutzen, um andere Institutionen und Einzelpersonen zu inspirieren. Dazu gehören die Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen des Kulturerbes, die Schaffung und Umsetzung nachhaltiger digitaler Verfahren, der Beitrag zum Aufbau von Kapazitäten und die Bereitstellung der Instrumente und Ressourcen, die erforderlich sind, um den Klimaschutz in unserer Branche voranzutreiben.
Im Rahmen unseres Engagements arbeiten wir derzeit an einer europaweiten Umfrage, um besser zu verstehen, wie Einrichtungen des Kulturerbes Nachhaltigkeit in ihre Praxis des digitalen Informationsmanagements und -erhalts integrieren. Wir sehen auch ein enormes Potenzial in der umfangreichen Sammlung von Daten zum Kulturerbe der Europeana Initiative, um das Bewusstsein für die Klimakrise zu schärfen. In Zukunft werden wir weiterhin Ausstellungen, Veranstaltungen und Ressourcen zum Kapazitätsaufbau entwickeln, die die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels auf unser Erbe veranschaulichen und Fachleute zum Handeln auffordern.
Wie gehen die Gemeinschaft und die Europeana-Initiative „den Weg“?
Wir sind bestrebt, mit gutem Beispiel voranzugehen, zunächst in unserer Gemeinschaft, aber in der Arbeit der Europeana-Initiative insgesamt.
In unserer Gemeinschaft wollen wir unseren eigenen CO2-Fußabdruck reduzieren und umweltfreundlichere digitale Praktiken umsetzen. Wir engagieren uns aktiv für verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit, wie zum Beispiel die Reduzierung des Energieverbrauchs durch die Anpassung der Videoqualität während unserer Veranstaltungen und die Entscheidung für nachhaltige Reisealternativen, um unseren CO2-Fußabdruck zu minimieren.
Die breitere Initiative engagiert sich auch dafür, Öko-Denken in die digitale Transformation einzubetten, inspiriert von unserem Manifest. Die Europeana Foundation erforscht beispielsweise systematisch ihren CO2-Fußabdruck und teilt ihre Erkenntnisse, um andere Organisationen zu inspirieren und ihnen zu helfen.
In Zukunft werden wir uns weiterhin darum bemühen, unseren Betrieb energieeffizienter zu gestalten, die Umweltauswirkungen unserer Datenspeicherung und -verarbeitung zu reduzieren und nach Möglichkeit erneuerbare Energiequellen zu nutzen.
Können Sie uns mehr über Zusammenarbeit und Partnerschaften für positive Klimaschutzmaßnahmen erzählen?
Wir glauben, dass Zusammenarbeit der Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel ist. Wir fördern daher aktiv Partnerschaften mit anderen Institutionen und erleichtern den Austausch von Wissen und bewährten Verfahren. Ein aktuelles Beispiel ist die Reihe von Workshops, die von unserer Gemeinschaft in Zusammenarbeit mit Ki Culture organisiert und von der Europeana Foundation unterstützt werden. Durch diese Zusammenarbeit zielen wir darauf ab, das Bewusstsein für und die Verbesserung der Fähigkeiten von Fachleuten des Kulturerbes in Bezug auf Nachhaltigkeit und nachhaltiges digitales Kulturerbemanagement zu schärfen.
Wie können andere zu dieser Arbeit beitragen?
Wir ermutigen Sie, sich einen Moment Zeit zu nehmen, um über Ihr Verhältnis zur Umwelt und die Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen nachzudenken. Wenn Sie mehr über Maßnahmen erfahren möchten, die Sie in Ihrer eigenen Institution ergreifen können, schauen Sie sich relevante Webinare zum Thema Klimaschutz an und treten Sie noch heute der Europeana Climate Action Community bei!
Sie können sich auch noch für das dritte und letzte Webinar unserer Europeana-Ki Culture Sustainability Workshop Series anmelden, die morgen am 8. Juni stattfinden wird. Hören Sie von Experten und entdecken Sie eine bessere digitale Informationsmanagement-Praxis!
